....... bei der Koordinierungsstelle Frauen und Wirtschaft im Landkreis Northeim.

  Flyer

 

Wie kann ich mich beruflich verändern? Was und wo genau möchte ich eigentlich arbeiten? Wie schaffe ich Familie und Job?“

Genau für diese oder auch andere Fragen sind die Mitarbeiterinnen der Koordinierungsstelle Frauen & Wirtschaft für Sie da. Wir unterstützen Sie, Ihre Berufsbiografie bewusst zu gestalten und für sich selbst bestmöglich zu planen. Ob Sie arbeitssuchend sind, zurzeit in Elternzeit oder sich beruflich neu orientieren wollen. Sie sind bei uns mit Ihren Anliegen herzlich willkommen.

Die Koordinierungsstelle bietet Infoveranstaltungen, Seminare und Workshops an – mittlerweile online oder in Präsenz. Auch unsere individuellen Beratungen planen wir nach Absprache mit Ihnen online oder in Präsenz – natürlich kostenfrei für Sie! Unsere vielfältigen Angebote führen wir eng vernetzt mit Kooperationspartner*innen zusammen durch, denn gemeinsam erreichen wir mehr Frauen.

 

Fachkräftemangel? Sie sind auf der Suche nach geeigneten Arbeitskräften? Sie möchten Mitarbeiter*innen halten und neue gewinnen?

Auch Unternehmen sind bei uns richtig. Wir verstehen uns als Schnittstelle zwischen Arbeitnehmer/innen und Arbeitgeber/innen und wollen durch familienfreundliche Arbeitsbedingungen in den Unternehmen der Region dazu beitragen, Fachkräfte zu gewinnen und zu halten.

Für regionale Unternehmen bieten wir sowohl interessante Veranstaltungen zu aktuellen Themen als auch wertvolle Informationen über unsere Netzwerke und deren Aktivitäten.

 

Unser Unternehmensnetzwerk Wirtschaft & Familie e.V. lädt Sie ein, Teil eines lebendigen, regionalen Verbundes zu werden. Der Verein engagiert sich für eine zukunftsorientierte Personalpolitik und für mehr Familienfreundlichkeit im Betrieb.

 

Außerdem treffen sich unternehmerische Frauen regelmäßig in einem eigenen Netzwerk.

 Wir informieren Sie gern!


 25.11.2022_Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen

Aktionstag Gegen Gewalt an Frauen 2022

 Zu sehen sind v.l.n.r. Saskia Baumgärtner (Gleichstellungsbeauftragte Stadt Northeim), Simone Köhler (Polizeiinspektion (PI) Northeim), Dirk Schubert (PI Northeim), Vanessa Pleiß-Schütte (PI Northeim), Cornelia Klausch (Polizeikommissariat Uslar), Landrätin Astrid Klinkert-Kittel, Maren Jäschke (Leiterin PI Northeim), Birgit Nienstedt (Gleichstellungsbeauftragte Moringen) Dunja (Frauenhaus), Frank Brandt (Fachbereichsleiter Beratungsleistungen), Åza Thelandersson (Café Dialog), Kerstin Lüpkes (Koordinierungsstelle Frauen & Wirtschaft), Nabila Dervishi (Café Dialog)

Gewalt gegen Frauen geht uns alle an!

 Northeim (lpd). Anlässlich des „Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen“, welcher jährlich am 25. November stattfindet, sind heute Morgen von Landrätin Astrid Klinkert-Kittel, der Gleichstellungsbeauftragten Julia Kögler und weiteren Teilnehmenden, u.a. vom Netzwerk „Runder Tisch gegen Häusliche Gewalt“, die Fahnen „Gegen Gewalt an Frauen“ vor dem Kreishaus gehisst worden.

 

„Gewalt gegen Frauen passiert unabhängig von Bildung, Einkommen, Religion oder Herkunft. Das macht das Thema zu einem gesamtgesellschaftlichen Problem, das wir nur gemeinsam bewältigen können. Mit der Teilnahme am heutigen Aktionstag möchten wir dazu beitragen, dieses Thema sichtbar zu machen und ein klares Zeichen gegen Gewalt an Frauen setzen“, so Landrätin Astrid Klinkert-Kittel.

 

Gewalt gegen Frauen ist dabei auch im Landkreis Northeim ein Thema. Wie in der polizeilichen Kriminalstatistik der Polizeiinspektion Northeim für das Jahr 2021 dargestellt, sind die Fallzahlen im Bereich Häusliche Gewalt im Vergleich zum Vorjahr um knapp 14 Prozent gestiegen. Zudem hat die BISS-Stelle (Beratungs- und Interventionsstelle bei häuslicher Gewalt im Landkreis Northeim) im Jahr 2021 305 Beratungen durchgeführt. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie, des Krieges gegen die Ukraine und der aktuellen globalen finanziellen Situation führen zu komplexeren Beratungssituationen und erschweren teilweise die Schutzsuche. 

 

„Frauen, die Opfer von Gewalt sind, brauchen eine sichere Anlaufstelle. Umso wichtiger ist es, dass es seit April 2022 auch im Landkreis Northeim ein Frauenhaus gibt. Dessen Einrichtung ist mir auch persönlich ein wichtiges Anliegen gewesen. Ich bin froh, dass wir von Gewalt betroffenen Frauen nun auf diesem Wege Hilfe anbieten können“, so die Landrätin weiter. „Aber dies ist nur die eine Seite der Medaille. Alle in der Gesellschaft müssen ein Verantwortungsgefühl dafür entwickeln, Gewalt zu erkennen und zu bekämpfen“.

 

Laut des bundesweiten „Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen“ ist jede dritte Frau mindestens einmal in Ihrem Leben von psychischer und/oder sexueller Gewalt betroffen, rund ein Viertel erleben Gewalt dabei in ihrer Partnerschaft. Zur Partnerschaftsgewalt hat das Bundeskriminalamt kürzlich die Zahlen für das Jahr 2021 veröffentlich. Im direkten Vergleich zum Jahr 2020 ist zwar ein leichter Rückgang der erfassten Fälle zu verzeichnen. Wird jedoch die erfasste Opferzahl der letzten fünf Jahre betrachtet, ergibt sich ein Anstieg von insgesamt 3,4 Prozent. Der überwiegende Anteil von Personen, die Partnerschaftsgewalt erleben, sind mit gut 80 Prozent weiblich.

 

Auch vor diesem Hintergrund ist es wichtig, dass ausreichend Unterstützung von Bund und Ländern kommt, um von Gewalt betroffene Frauen zu unterstützen, betont Julia Kögler, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Northeim:

„Das Netzwerk Runder Tisch gegen häusliche Gewalt und der Arbeitskreis der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis Northeim fordern eine flächendeckende Umsetzung der Istanbul-Konvention. Die Konvention ist das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt. Sie wurde im Jahr 2017 in Deutschland ratifiziert. Dazu gehören auch finanzielle Ressourcen vom Bund und Ländern, damit alle Kommunen vor Ort die Möglichkeit haben, feste Strukturen dauerhaft zu etablieren“.

 Sind Sie von Gewalt betroffen?

 Das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" bietet Betroffenen erstmals die Möglichkeit, sich zu jeder Zeit anonym, kompetent, sicher und barrierefrei beraten zu lassen. Qualifizierte Beraterinnen stehen den Hilfesuchenden vertraulich zur Seite und vermitteln sie bei Bedarf an Unterstützungsangebote vor Ort, etwa an eine Frauenberatungsstelle oder ein Frauenhaus in der Nähe. Barrierefreiheit und Mehrsprachigkeit sichern den Zugang für Frauen mit Behinderung und geringen Deutschkenntnissen. Auch Angehörigen, Freundinnen und Freunden sowie Fachkräften steht das Hilfetelefon für Fragen und Informationen zur Verfügung. Das Hilfetelefon ist unter der Nummer 08000 116 016 rund um die Uhr und 365 Tage im Jahr kostenfrei erreichbar.

 

Informationen zu Unterstützungsangeboten des Landkreises Northeim, wie zur Beratungsstelle Häusliche Gewalt und zum Frauenhaus, finden Sie unter www.landkreis-northeim.de/biss